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Die Marktgemeinde Bad Endorf soll aufgefordert werden, alle Möglichkeiten zu ergreifen, damit eine Grundschule mit Hort künftig in der Ortsmitte liegt. Genau besehen gibt es gar nicht so viele Möglichkeiten. Nun hat die Marktgemeinde bereits einen Gutteil „aller“ Möglichkeiten – nämlich vor allem die Fläche in der sogenannten „neue Mitte“ hinter der Raiffeisenbank, der größten unbebauten Fläche in der Ortsmitte, untersuchen lassen. Und was hat sich ergeben? Ist diese Fläche für eine Grundschule mit Hort geeignet?

Um es vorwegzunehmen: Es macht keinen Sinn dort eine Schule mit Hort zu bauen! Ein derart eingezwängter und nicht zukunftssicherer Bau wäre reine Geldverschwendung.

Genauer: Die Grundschule im Ort wird keine Turnhalle haben (auch wenn sie noch so klein ist). Sie wird keinen Verkehrsübungsplatz haben. Sie wird keinen sinnvollen Pausenhof haben. Sie wird nicht erweiterbar sein, da schon jetzt der Platz sehr knapp bemessen ist. Sie wird keine ausreichende Busanfahrt für die Schulbusse haben. Sie wird Funktionsräume im Keller haben – und das bei einem Neubau! Sie wird nicht genügend der dringend notwendigen und geforderten Parkplätze haben. Ein modernes pädagogisches Konzept wird nicht umsetzbar sein. Eine neue Tiefgarage, wie sie im städtebaulichen Konzept angedacht ist, und wie sie für eine belebte Bahnhofstraße / Einkaufsstraße notwendig ist, wäre auch nicht mehr machbar (Wer soll das bezahlen?).
Die bestehenden und intensiv genutzten Parkplätze „Neue Mitte“ müssen ersetzt werden!
Wo???
Das alles hat die Machbarkeitsstudie gezeigt, die vom Marktgemeinderat in Auftrag gegeben worden war.

Aber die Konsequenzen einer möglichen Entscheidung für eine Schule in der Ortsmitte gehen weit über den Standort einer Schule hinaus. Die gesamte Ortsentwicklung wird nachhaltig gestört bzw. verhindert. Mit ISEK habe wir uns für einen Umbau der Bahnhofstraße in den zentralen „Platz“ für Bad Endorf entschieden. Wir wollen die Bahnhofstraße als Ort der Begegnung aufwerten und als Standort für Einzelhandel und Dienstleistung sichern. Wir wollen die Attraktivität für Bewohner und Tagesgäste – wie sie von unserer Therme angezogen werden – steigern. Hier wurden sehr viele Vorarbeiten und Überlegungen geleistet, die durch einen Schulstandort in der Ortsmitte zunichte gemacht werden. Die Entwicklung Bad Endorfs würde um Jahre zurückgeworfen.

Wir wollen einen lebendigen Ortskern mit Zukunft, wir wollen eine Stärkung des Einzelhandels und der Gastronomie, wir wollen Wohnen im Ort, wir wollen einen attraktiven, runderneuerten Kernort. Wir wollen nur das Beste für unsere Kinder: Ein funktionierendes Schulzentrum, auf das wir alle stolz sein werden!

Dr. Horst Zeitler,
Curt Wiebel, Chris Wunder
ABE-Fraktion