Das Ergebnis des Bürgerentscheids bezüglich Moorbad/Naturbad ist für uns bindend. Wir sind der Meinung, wenn schon ein solches Bad mit Millionen-Aufwand gebaut werden soll, dann auch richtig, sodass ein attraktives Bad entsteht. 

Wasserwerkstatt

Der Marktgemeinderat hat sich bisher in mindestens drei Sitzungen intensiv mit dem Bad beschäftigt. zunächst hat die "Wasserwerkstatt" dem neuen Gemeinderat vorgestellt und ihre Planung von 2011 aktualisiert vorgestellt. Das Ergebnis ist:

  • Grobschätzung Beckenbau ca. 680.000 € brutto
  • plus Planänderung und Zusatzwünsche
  • plus Sanierung/Neubau der Gebäude
  • plus Parkplatz
  • plus Ankauf eines Nachbargrundstückes (gemäß dem Vorschlag des Moorbadvereins)

Diese Kosten tendieren stark in Richtung einer Million - mit einem weiteren Grundstück weit darüber hinaus.

Noch interessanter wird es bei den Betriebskosten. Die Schätzungen ergeben knapp 11.000 € pro Jahr. Schon diese Zahl geht weit über die Versprechungen der Initiatoren des Bürgerbegehrens hinaus. Schlimmer noch, es fehlen dort wichtige. Kostenbestandteile:

In der Betriebskostenschätzung sind keine Unterhaltskosten für das
Gebäude und Grünflächen (Rasenpflege), sowie auch keine Kosten für
Badeaufsicht und Badewasseruntersuchungen enthalten.

Es fehlt auch die übliche Abschreibung, die zum realen Kostenfaktor wird, sobald Reparaturen und Sanierungen anfallen. Was in der Regel nach mindestens fünf Jahren passieren wird.

Fazit: Wir sind mit den Bau- und Betriebskosten weit weg von den Versprechungen des Moorbadvereins. 

 

Die Versicherungskammer

Auf Anfrage der Marktgemeinde hat sich die Versicherungskammer Bayern eindeutig zu den Versicherungsbedingungen des renovierten Moorbades in einem mehrseitigen Schreiben geäußert. Hier nur einige Zitate:

Auch für eine angemessene, ausreichende und organisierte Aufsicht für die Dauer des Badebetriebes muß gesorgt werden.

und weiter

Von der höchstrichterlichen Rechtsprechung wird auf Grund der hohen Verantwortung für Leib und Leben der Badegäste, insbesondere auch der Kinder, ebenfalls ein hoher Maßstab an die Badeaufsicht gefordert.

und schließlich

(kann) das Risiko der strafrechtlichen Seite auf die kommunalen Verantwortlichen zukommen wie z. B. Staatanwaltliches Ermittlungsverfahren, Strafverfahren.

und

nach einem Schadensfall ...kann der Versicherungsschutz für künftige Schäden versagt werden.

 

Unser Kommentar

Die Versprechungen der Initiatoren des Bürgerentscheids (Moorbadverein/ÜWG) sind bisher unhaltbar. Es wird Aurfgabe der Bürgermeisterin und des Marktgemeinderats sein, hier eine vernünftige Lösung, zu finden.

Die Diskussion, ob der Bürgerentscheid überhaupt umsetzbar ist hat begonnen.

 

Hier gehts zur Päsentation der Wasserwerkstatt.