Leserbrief von Chris Wunder im OVB

Das Schweigen der Lämmer scheint in Bad Endorf ein Ende zu finden. Eingebettet zwischen Simssee und der Endorf beziehungsweise der Eggstätter Seenplatte erweiterte das zentral gelegene Moorbad am äußeren, nördlichen Ortsrand von Bad Endorf unser reichhaltiges Bade- und Freizeitangebot.

Erfreulich ist, das der ehemalige ÜWG-Fraktionsvorsitzende Andreas Krug öffentlich eingesteht, das seine Fraktion, die auch die vorhergehende Bürgermeisterin stellte, das Moorbad im Dornröschenschlaf verweilen ließ.

Nachdem das Landratsamt 2011 eine behördliche Schließung des Bades anordnete gründete sich erst 2015 der Moorbadverein, der massiv und in unfairer Weise versuchte, der neuen Bürgermeisterin auch bei dieser Altlast Untätigkeit zu unterstellen.

Leider wurden durch sehr geschönte Argumente viele Probleme nicht erfasst. Die fußläufige Erreichbarkeit, auch von Hemhof und Antwort, wird wegen des fehlenden Parkplatzangebotes vehement eingebracht. Die angeführten Erstellungs- und Folgekosten sind keineswegs realistisch. Die geforderten, angeblichen freien Finanzmittel können nicht nur an eine Interessengruppe der Gemeinde vergeben werden.

Da nun das Bürgerbegehren positiv ausgefallen ist, kommen mit der Durchführung des Vorhabens noch zusätzliche, arbeitsintensive und zeitraubende Planungsaufgaben auf die Gemeinde zu. Priorisierte, von der Allgemeinheit sehr lange geforderte Pflichtaufgaben, werden dadurch sicher, wie in der Bad Endorfer Vergangenheit üblich, weiterhin nicht einer termingerechten Bürgervorstellung entsprechen.