Mit unberechtigter Breitseite polemisiert der ÜWG –Moorbad - Förderverein wieder in bekannt, bewährtem Stil gegen die Bürgermeisterin.

Noch einmal kurz, um sich das Ganze in Erinnerung zu rufen.

Nicht 2015 sondern 2011 beginnt, durch die vom Landratsamt angedrohte Schließung des maroden Moorbades, die öffentliche Problematik.

Was wurde in den 3 Jahren von den damals Verantwortlichen unternommen?

Nachdem die amtierende Bürgermeisterin 2013 eine weitere Amtsperiode ablehnte konnte das nicht zu den Pflichtaufgaben der Gemeinde gehörende Spaßprojekt der politischen Nachfolge untergejubelt werden.

Bemühungen des Moorbadvereines lagen vor, entsprachen aber in vielen Ausführungen nicht den Richtlinien des DGfdB. (Deutsche Gesellschaft für das Badewesen)

Da der Betreiber, in diesem Fall die Gemeinde, die Haftung für den Betrieb einer Anlage übernehmen muss, ist auf Einhaltung aller Sicherheitsstandards penibel zu achten.

Auch die schön gerechneten Kostenangaben exklusive der hohen Betriebs- und Folgekosten sprachen nicht für eine Verwirklichung des Wunschprojektes.

Selbst die befürwortende ÜWG - Fraktionsvorsitzende erwog bereits im Okt. 2015 ein nicht zustande kommen des Vorhabens.

2017 dann das Bürgerbegehren. „Bad Endorf stimmt für ein Naturbad am alten Standort Moorbad“. Sehr überheblich da meines Wissens nur 10% der Bürger zur Abgabe ihrer Stimme überredet werden konnten.

Nach dem Abweichen vom ursprünglichen Thema des Bürgerbegehrens wurde vom Naturbad am bisherigen Standort plötzlich auch ein anderer Standort erwogen.

Verkehrssicherungspflicht, Haftung, Sicherheitsbestimmungen und vieles mehr sind von der eh schon stark belasteten Verwaltung zusätzlich zu prüfen.

Da viele Faktoren behördlicherseits gegen die verständlichen Wünsche der Antragsteller sprechen schwenkt man auf eine Badestelle um.

Dass ganze Prozedere beginnt von neuem.

Vorgestellt wird letztendlich eine Plantsche. Die Prüfungen laufen aufs Neue an.

Die ursprünglich genannten Fakten und Kostenberechnungen sind nicht mehr stimmig.

Die gesamte fehlende Infrastruktur lassen eine Kostenlawine erahnen welche über Jahre eine defizitäre Belastung der Gemeinde bedeutet.

Die Bürgermeisterin ist nach gewissenhaft erarbeitetem Beschluss des Gemeinderates und der fachlichen, rechtlichen Prüfung der Verwaltung die verantwortliche Überbringerin der Botschaften.

Die zeitlichen Verzögerungen liegen einzig und alleine am, im Vorfeld nicht zu Ende überlegten, Illusionslastigem, Kurs der Antragsteller.

Chris Wunder

Die Marktgemeinde Bad Endorf soll aufgefordert werden, alle Möglichkeiten zu ergreifen, damit eine Grundschule mit Hort künftig in der Ortsmitte liegt. Genau besehen gibt es gar nicht so viele Möglichkeiten. Nun hat die Marktgemeinde bereits einen Gutteil „aller“ Möglichkeiten – nämlich vor allem die Fläche in der sogenannten „neue Mitte“ hinter der Raiffeisenbank, der größten unbebauten Fläche in der Ortsmitte, untersuchen lassen. Und was hat sich ergeben? Ist diese Fläche für eine Grundschule mit Hort geeignet?

Um es vorwegzunehmen: Es macht keinen Sinn dort eine Schule mit Hort zu bauen! Ein derart eingezwängter und nicht zukunftssicherer Bau wäre reine Geldverschwendung.

Genauer: Die Grundschule im Ort wird keine Turnhalle haben (auch wenn sie noch so klein ist). Sie wird keinen Verkehrsübungsplatz haben. Sie wird keinen sinnvollen Pausenhof haben. Sie wird nicht erweiterbar sein, da schon jetzt der Platz sehr knapp bemessen ist. Sie wird keine ausreichende Busanfahrt für die Schulbusse haben. Sie wird Funktionsräume im Keller haben – und das bei einem Neubau! Sie wird nicht genügend der dringend notwendigen und geforderten Parkplätze haben. Ein modernes pädagogisches Konzept wird nicht umsetzbar sein. Eine neue Tiefgarage, wie sie im städtebaulichen Konzept angedacht ist, und wie sie für eine belebte Bahnhofstraße / Einkaufsstraße notwendig ist, wäre auch nicht mehr machbar (Wer soll das bezahlen?).
Die bestehenden und intensiv genutzten Parkplätze „Neue Mitte“ müssen ersetzt werden!
Wo???
Das alles hat die Machbarkeitsstudie gezeigt, die vom Marktgemeinderat in Auftrag gegeben worden war.

Aber die Konsequenzen einer möglichen Entscheidung für eine Schule in der Ortsmitte gehen weit über den Standort einer Schule hinaus. Die gesamte Ortsentwicklung wird nachhaltig gestört bzw. verhindert. Mit ISEK habe wir uns für einen Umbau der Bahnhofstraße in den zentralen „Platz“ für Bad Endorf entschieden. Wir wollen die Bahnhofstraße als Ort der Begegnung aufwerten und als Standort für Einzelhandel und Dienstleistung sichern. Wir wollen die Attraktivität für Bewohner und Tagesgäste – wie sie von unserer Therme angezogen werden – steigern. Hier wurden sehr viele Vorarbeiten und Überlegungen geleistet, die durch einen Schulstandort in der Ortsmitte zunichte gemacht werden. Die Entwicklung Bad Endorfs würde um Jahre zurückgeworfen.

Wir wollen einen lebendigen Ortskern mit Zukunft, wir wollen eine Stärkung des Einzelhandels und der Gastronomie, wir wollen Wohnen im Ort, wir wollen einen attraktiven, runderneuerten Kernort. Wir wollen nur das Beste für unsere Kinder: Ein funktionierendes Schulzentrum, auf das wir alle stolz sein werden!

Dr. Horst Zeitler,
Curt Wiebel, Chris Wunder
ABE-Fraktion

  • Wollen wir die Entwicklung von Bad Endorf gesamtheitlich betrachten?
  • Wollen wir die Bahnhofstraße zur „guten Stube“ machen?
  • Wollen wir die Attraktivität als Wohnort weiter vorantreiben?
  • Wollen wir bessere Parkmöglichkeiten im Ortskern?
  • Wollen wir den Ortskern beleben?
  • Wollen wir einen Ortskern, der attraktiv für Tagesgäste ist, wie sie von den Thermen angezogen werden – oder wollen wir Bad Endorf so umbauen, dass die Grundschule und der Hort in die Mitte des Ortes hineingezwängt werden?

Es hat sich gezeigt, dass die gesamte Schullandschaft inklusive Kindergarten nach Jahren des nur „allernotwendigstentun“  einer gründlichen Überarbeitung bedarf bis hin zum Neubau. Es ist schon bemerkenswert, dass wir von Neubau reden müssen – renovierungsfähig sind große Teile der Schulen nicht mehr. Nun hat die Bürgermeisterin zusammen mit der Gemeindeverwaltung ein Konzept für Hort, Grund- und Mittelschule unter Ausnutzung der Synergieeffekte (gemeinsame Nutzung der zentralen Einrichtungen) und aller Zuschussmöglichkeiten vorgelegt. Der Marktgemeinderat hat es sich nach intensiven Diskussionen und nach verantwortungsvollem Abwägen sich dieses Konzept zu eigen gemacht. Dadurch wird es möglich, die Dinge – wir die Attraktivierung des Ortes, die wir in den letzten 20 Jahren schmerzlich vermisst haben, unter einen Hut zu bringen.

Dieses Konzept für die Schulen ist eine konsequente Verwirklichung der Pläne die schon in den 90er Jahren bestanden und die zu unserem großen Sportzentrum geführt haben. Die Großzügigkeit, die beim Schulzentrum möglich ist, lässt sich im Ort in keiner Weise darstellen. Spätere Erweiterungen sind nicht mehr möglich – auch keine Turnhalle. Die Machbarkeitsstudie, die dem Marktgemeinderat vorgelegt wurde, hat dies eindeutig gezeigt.

Wir wollen das Beste für unsere Kinder: Wir wollen ein modernes Schulzentrum!!

Agenda für die Bürgerinformation

  • Begrüßung
  • Einführung / Bericht über die aktuellen Ergebnisse / Verläufe zu: Kindergarten & Architektenwettbewerb sowie gemeinsamer Schulstandort
  • Vorstellung Projekt Kindergarten
  • Vorstellung u. Erläuterungen zum gemeinsamen Schulstandort
  • Fragen & Antworten

Teilnehmer:

Frau BGM´in Laban,

Hr. Mühlnickel,

Fr. v. Lengen,

Fr. Bauer,

Hr. Prof. Dr. Schirmer, Projektant ISEK;

Hr. Mayer, PLG;

Fr. Ziegler, PLG

Mit übergroßer Mehrheit, nämlich mit 19:1 Stimmen, votierte der Marktgemeinderat Bad Endorf für den Neubau einer Grund- und Mittelschule inklusive Hort am Standort neben dem Sportzentrum.

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Unsere Schulen, also Grundschule im Hauptort, Grundschule in Antwort und Mittelschule sind in die Jahre gekommen. Sie genügen nicht mehr dem heutigen Raumbedarf in der Kapazität und in der Ausstattung. Hinzu kommen notwendige umfassende Renovierungen und Beheben von Brandschutzproblemen. Die Forderung nach einer umfassenden Sanierung gibt es schon seit Jahren um nicht zu sagen Jahrzehnten. Auch Brandschutzmängel waren seit mindestens 2006 bekannt.