Der geneigte Leser unseres Blogs weiß es bereits:  Die Endorfer CSU hat eigenhändig die Ratzinger Höhe aufgeschüttet. Doch nun wissen wir mehr. Sie haben auch die Entflechtung Gemeinde / GWC und Sanierung Brandschutz Therme quasi im Alleingang zustande gebracht. Die anderen Parteien im Gemeinderat seien zu loben, so CSU, da sie nicht dagegen gestimmt haben.

Aber von vorne. Nach zehn Jahren des Nichtstuns und der Hinhaltetaktik, verlangten die Aufsichtsbehörden ultimativ, dass der Brandschutz Therme auf den neuesten Stand gebracht wird. Dass es einen Wechsel in der Gemeindeführung gegeben hatte und die Leiter der Ämter sich vom Acker gemacht hatten, interessierte das Landratsamt wenig.

Nun wurde die CSU aktiv: Die Gelegenheit war günstig, man versuchte  der neuen Bürgermeisterin das Päckchen Brandschutz, das seit 2004 herumlag und von einem zum anderen geschoben wurde, um den Hals zu hängen. Mal sehen, ob sie dann noch schwimmen konnte. Mitbeteiligt waren alle diejenigen, die in den vergangenen Jahren fleißig nichts getan hatten incl. des als Bürgermeisterkandidat gescheiterten CSU Gemeinderats und der Grünen.

Angefangen hatte die ganze Maläse 2004/2005, als die „neue“ Therme eingeweiht wurde. Nur war sie bei weitem nicht fertig. Baumängel und Brandschutz lagen im Argen. Die damaligen Verantwortlichen auf Seiten der Gemeinde – allesamt CSU – taten nichts, um die Probleme zu lösen und zu einer Bauabnahme durch das Landratsamt zu kommen. Bis zum Jahre 2008 passierte nichts und dann gab es Wahlen und neue Bürgermeister (gleich 3). Und dann passierte – nichts, außer Verantwortliche suchen. Man war sich bei der Gemeinde einig, dass der allein Schuldige bei der GWC zu finden war. Wie sich später herausstellt, war diese Fragestellung sowas von irrelevant, da ja nun mal die Gemeinde der Bauherr war. Ein bisschen passierte dann doch – die Baupläne wurden aktualisiert. Man hatte erkannt, dass die Therme in vielen Ecken etwas freihändig gebaut bzw. umgebaut wurde. Offensichtlich war das dem Verantwortlichen auf Seiten des Bauherrn Marktgemeinde dem damaligen Kämmerer entgangen.

Im selben Jahr 2008 wurden die Vorschriften zum Brandschutz erheblich verschärft.

Dann kam das Jahr 2009. Von Dritter Seite wurde den Verantwortlichen mitgeteilt: „Bei den Chiemgau Thermen sei seit dem Umbau auch keine förmliche Brandschutzabnahme erfolgt. Der Betrieb werde eigentlich bislang nur stillschweigend geduldet. Werde nichts unternommen, so laufe die CT Gefahr, dass der Betrieb bei positiver Behördenkenntnis durch Anordnung eingestellt werde.“ Wusste die CSU davon? Wenn nicht, dann lag sie im Tiefschlaf oder war mit sich selbst beschäftigt!

Die Jahre gingen dahin, dann passierte was: im Jahr 2011 hatte man immer noch keinen Gesamtplan (wie sollte das auch so schnell alles passieren?), aber man diskutierte „Sofortmaßnahmen“.  Es wurde auch was gebaut, aber bei weitem nicht das, was notwendig gewesen wäre. Und dann kam das Jahr 2012 und gleich im Januar schrieb der damalige Kämmerer (immer noch derselbe, der 2004 den Bau (mit)vermasselt hatte) einen Brief – und die damalige Bürgermeisterin (ÜWG) hat ihn unterschrieben – einen Brief bezüglich Brandschutz, der in letzter Konsequenz zur Überschuldung der GWC führte. 

Inzwischen sind Jahre vergangen und wir nähern uns dem Wahljahr 2014. Gleich Anfang des Jahres erteilte das Landratsamt eine Bauabnahme unter Auflagen, die es in sich hatten (Brandschutz). Die CSU tat es nicht und die anderen sowieso nicht, erwähnten den Brandschutz in ihren Wahlveranstaltungen oder im Wahlprogramm mit keinem Wort. Man hätte ja sagen können: „Wir werden das Problem lösen“.  Man versuchte dann lieber danach unserer gewählten Bürgermeisterin Doris Laban die Schuld an 10 Jahren Misswirtschaft unterzuschieben.

Ich meine, wenn man eine Katastrophe verursacht hat, sollte man wenigstens beim Aufräumen mithelfen und ansonsten ganz still sein! Schlechter Stil, den Erfolg für sich zu verbuchen -nach dieser Vorgeschichte!