Leserbrief von Chris Wunder im OVB

Das Schweigen der Lämmer scheint in Bad Endorf ein Ende zu finden. Eingebettet zwischen Simssee und der Endorf beziehungsweise der Eggstätter Seenplatte erweiterte das zentral gelegene Moorbad am äußeren, nördlichen Ortsrand von Bad Endorf unser reichhaltiges Bade- und Freizeitangebot.

Die Bürger haben entschieden. Zwar knapp, aber denoch ist das Votum umzusetzen.

Ergebnis Bürgerentscheid

Ja: 1876 Stimmen, Nein: 1276 Stimmen

Ergebnis Ratsbegehren

Ja: 1560 Stimmen, Nein: 1557 Stimmen

Ergebnis Stichfrage:

Moorbad 1625 Stimmen, Ratsbegehren 1476 Stimmen

Wahlbeteiligung: 49,3%

Geht es jetzt nur noch um den Standort? Da hat sich der Moorbadverein nun mal durchgerungen, die Bürger zu befragen, ob sie ein neues Bad am Standort Moorbad haben wollten oder nicht. So weit so gut. Es ist anerkennenswert, dass hier die Bürger entscheiden sollen. Aber nun soll auch noch auf Betreiben der SPD gefragt werden, ob die Bürger ein Bad am Standort Kurpark haben wollen.

Verwundert reibt man sich die Augen: Da gibt es Ratschläge an die Bürgermeisterin, wie ein neues Moorbad "zu finanzieren" sei, unter anderem durch Aufnahme eines Kredits. Den Unterschied zur Geldbeschaffung hat man offensichtlich nicht verstanden.

Für die Kosten eines Sommerbades im Kurpark liegt kein detailliertes Gutachten vor, wohl aber die professionelle Schätzung eines Planers, der schon mehrere Bäder begleitet hat. Es gibt eine umfangreiche Präsentation für den Marktgemeinderat, aus der ich groben Schätzungen zitieren möchte: